Einkaufsstraβen


Beim Bummeln nimmt man Ideen und Vorschläge auf, zwischen den Schaufenster schicker Boutiquen, dem Halbdunkel der antiken Läden oder an den bunten Marktständen. Ein Einkaufsbummel in den historischen Zentren dieser Städte befriedigt alle Sinne. Es ist möglich, erstaunliches lokales Kunsthandwerk zu bewundern, hochwertige Stoffe und das Können antiker Schneiderkunst mit den Händen zu fühlen, den Blick mit den Farben von frisch gepflücktem Obst zu verwöhnen oder einen eben gekauften Wein in einem alten Weinkeller zu probieren.

In Bergamo verläuft das Zentrum für Einkaufsbummel zwischen Via XX Settembre, Via Sant’Alessandro und Via Sant’Orsola. Erstere ist auch historisch von Interesse: Vormals Contrada di Prato, verbindet sie den Sentierone (wo einst der antike Jahrmarkt von Sant’Alessandro stattfand) mit dem Stadtteil San Leonardo, der lange Zeit hindurch das Zentrum von Handel und Verkehr der Stadt und des umliegenden Gebiets war. Hierher gelangten die Waren aus dem Hafen von Venedig und wurden nach einer kurzen Lagerung in den Lagerhäusern des Dorfes weiter nach Mailand und Valtellina befördert.

In Brescia hat das Einkaufsviertel die Form eines Vierecks: Der DUC – Distretto Urbano del Commercio (Städtischer Handelsdistrikt). Er entspricht dem ältesten Teil der Stadt, wo man die prestigeträchtigsten Geschäfte, die Highfashion-Boutiquen, Schmuck- und Silberwarengeschäfte findet. Schicke Boutiquen und Modegeschäfte sind auch Anziehungspunkte in Monza, wo sich Via Carlo Alberto, Via Italia und Via Vittorio Emanuele kreuzen.

In Lodi hat Shopping dagegen einen in ganz Italien bekannten Namen: Das Unternehmen Erbolario, dessen Name von „erborare“ kommt, was so viel bedeutet wie ins Grüne der Felder einzutauchen, um Heilkräuter zu finden, wurde hier im Jahre 1978 mit dem Ziel gegründet , aus Kräutern Naturkosmetik herzustellen. Im Zentrum von Lodi befinden zwei Läden Erbolario, einer in Corso Roma und einer in Via Cavour.

Während es in Cremona eine echte kulinarische Erlebnisstraße gibt, die von der Stadt ausgehend das gesamte Territorium durchläuft, hat Pavia die Strada Nuova, Cardo Maximus der römischen Stadt, die jetzt in eine der Haupteinkaufsstraßen der Stadt umgewandelt ist. In Piacenza fehlt es nicht an Schaufenstern der groβen Marken in den Straßen der kleinen Altstadt. Abgesehen von den Hauptstraßen, Via XX Settembre, Corso Vittorio Emanuele und Via Cavour, lohnt es sich Via Felice Frasi zu besuchen, in der sich wirklich tolle Geschäfte verstecken.

Weiter nach Parma, der Stadt des guten Lebens, wo noch die Handschrift von Marie-Luise und ihre Liebe für das Schöne und Elegante zu bemerken sind. Dort findet man zahlreiche Läden, wo man sich die Garderobe erneuern kann. Vom Hauptplatz der Stadt, Piazza Garibaldi, gehen vier Straßen weg, auf denen man Geschäfte mit den bekanntesten Marken findet. Aber auch in der Via Garibaldi, Strada D’Azeglio und in versteckten Stadtteilen wie Borgo Giacomo Tommasini und der Seitenstraβe Via Nazario Sauro oder Borgo XX Marzo in der Nähe von Piazza Duomo kann man richtige Schmuckstücke und Handwerkerläden finden.

Liebhaber von Antiquitäten? In Reggio Emilia befinden sich die meisten Antiquariate im historischen Stadtzentrum, in den Straßen zwischen Via Squadroni, Via Fornaciari, Via Due Gobbi, Via Cristo und Piazza Fontanesi. Perfekt, um Möbel und Gemälde, Einrichtungsgegenstände und Vintage-Schmuck, Zeichnungen und antike Gemälde, Drucke und Handschriften, Teppiche und allerlei andere Kuriositäten zu finden. Jeden zweiten Samstag des Monats findet der Mercatino di Viaromantiquaria statt. Die Straβen Via Emilia, Santo Stefano und San Pietro sind hingegen für Modeläden, Schmuckgeschäfte und berühmte Marken bekannt.

In Modena stößt man auf die Tradition der Edelmetalle: In den vielen Schaufenstern der Juweliere der Altstadt glänzen kleine Meisterwerke und einzigartige Stücke. In der Stadt findet man jedoch auch kundige Restauratoren, Rahmenwerkstätten, Buchbinder, Geigenbauer, Küfer (für Essigfässer). Nicht zu verpassen sind Antiquitätenmärkte, wie der in Parco Novi Sad, wo man bei silbernen Zuckerdosen, alten Gemälde, Uhren aus den 50er Jahren und vielen sonst unauffindbaren Dingen zuschlagen kann.